Forward-Darlehen: den Anschlusszins heute sichern
Wenn Ihre Zinsbindung in ein bis fünf Jahren ausläuft und Sie steigende Zinsen befürchten, können Sie sich den Anschlusszins schon heute sichern — gegen einen Aufschlag.
So funktioniert das Forward-Darlehen
Beim Forward-Darlehen vereinbaren Sie heute die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung, die erst später ausgezahlt wird. Die Zeit bis zur Auszahlung heißt Vorlaufzeit und kann bis zu rund fünf Jahre betragen. Im Gegenzug für die Zinssicherheit verlangt die Bank einen Forward-Aufschlag, der mit der Vorlaufzeit steigt.
Was der Forward-Aufschlag kostet
Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Aufschläge (Richtwerte) auf den aktuellen Referenzzins. Die tatsächlichen Werte unterscheiden sich je nach Bank und Marktlage.
| Vorlaufzeit | Aufschlag (Richtwert) | Gesicherter Zins (Beispiel) |
|---|---|---|
| 12 Monate | ca. +0,15 % | 3,87 % |
| 24 Monate | ca. +0,35 % | 4,07 % |
| 36 Monate | ca. +0,60 % | 4,32 % |
| 48 Monate | ca. +0,85 % | 4,57 % |
| 60 Monate | ca. +1,10 % | 4,82 % |
Faustregel: Ein Forward-Darlehen lohnt sich, wenn der erwartete Zinsanstieg größer ist als der Aufschlag. Liegt der Aufschlag bei 0,6 % und steigen die Zinsen bis zur Auszahlung um 1,0 %, haben Sie 0,4 Prozentpunkte gespart.
Aufschläge sind Richtwerte, kein verbindliches Angebot. Tatsächliche Konditionen hängen von Bank, Bonität und Marktlage ab.
Wann ist ein Forward-Darlehen sinnvoll?
Die Entscheidung hängt direkt von Ihrer Zinserwartung ab. Wer steigende Zinsen für wahrscheinlich hält, kauft mit dem Aufschlag Planungssicherheit. Wer eher fallende Zinsen erwartet, fährt mit einer normalen Anschlussfinanzierung oder einer Prolongation oft besser. Hilfreich ist daher ein Blick auf die aktuelle Zinsprognose.